HABEN SIE WAS GESEHEN - LETZTES MAL, AM HOHEN DACHSTEIN?
Wer ab dem 11.Juli 2010 auf den Hohen Dachstein klettert, erblickt, wie immer, tonnenweise Gestein. Gebankten Kalk, Schrofen und loses Gestein. Felsbrocken von der Größe eines Kieselsteins bis hin zur Größe von hinabgestürzten Einfamilienhäusern.
Wer oft hier ist, kennt die Felsen am Grat, die als Rastplätze dienen. Nur dem geübten Auge fällt auf, dass hier zu den vielen Felsen einer dazugekommen ist.
Ein simpler Stein, als Verneigung vor der Natur zum Kunstwerk erklärt. Ein schwerer Brocken und doch nur ein winziger Kiesel angesichts der Größe des Dachsteins, der Alpen, des Planeten.
Eine weite Reise hinter sich, erzählt er von einer Welt, die sich von diesem Standort gesehen eine viertel Erdumdrehung unter den Füßen des Betrachters befindet. Einer Welt, in der ein schweres Erdbeben die Berge ins Wanken brachte und jenen Fels gemeinsam mit vielen anderen ins Tal warf.
HABEN SIE DIESMAL MEHR GESEHEN - AM HOHEN DACHSTEIN?
HOHER DACHSTEIN | ÖSTERREICH
Der Hohe Dachstein markiert nicht nur den höchsten Punkt der regionale10, sondern auch der Bundesländer Oberösterreich und Steiermark. Mit 2995 m Höhe fehlen ihm nur wenige Meter zum heiß ersehnten Dreitausender.
Als Kultberg geliebt und bewundert wird sein Gipfel häufig bestiegen. Den überhöht, wie im Alpenraum üblich, ein Kreuz und erzählt von einer höheren Macht als jener der Natur.
SECHUAN | CHINA
In der chinesischen Kultur gelten Naturobjekte wie Felsen oder Baumstümpfe mit ihren oft spektakulären und bizarren Formen als spirituelle Zeichen, die auf eine höhere Kraft der Natur verweisen.
Diese Naturkraft wurde am 12. Mai 2008 für wenige Sekunden wirksam, als die chinesische Provinz Sechuan von einem verheerenden Erdbeben getroffen wurde. Dabei fielen buchstäblich Berge zusammen: Felsstürze hinterließen riesige Trümmerfelder. Einen solchen Fels hat Ai Weiwei von China nach Europa und auf den Gipfel des Dachstein geschickt.



