Wann das Unvorhersehbare kommt, kann man nicht wissen. Dass es kommt, ist manchmal abzusehen. Gaishorn lebt, gerade im Sommer, mit der ständigen Bedrohung durch Überschwemmungen, Hochwässer, Muren; jahrelang kam ein unregulierter Bach nicht zur Ruhe: Die „Flitzen" zerstörte Brücken und Wege, ehe bauliche Regulierungen den Ort in Schutz nahmen. Der zweite Wildbach mitten durch Gaishorn ist nach wie vor praktisch unverbaut, eine Flut durchaus möglich.
Drei aus der Region stammende Künstler/innen nehmen dieses Szenario zum Anlass für eine Installation, die die Schönheit und Bedrohlichkeit ungezähmter Natur illustriert und die „rote Zone" des Überschwemmungsgebiets im Ortskern skulptural ausdeutet. Der Auftakt wird ereignishaft, im Rahmenprogramm zeigen unter anderem Kinder ihre eigene Visualisierung der Problemsituation: Am Flitzenbach wird ein nachgebautes Miniatur-Ortszentrum künstlich überflutet.



