Regionale10
Presse

11.06.2010 - Medieninformation

 

100 Fragen an Ai Weiwei: „Öffentliches Interview“ zum regionale10-Projekt „Hoher Dachstein“

Bereits im Vorfeld hat das Projekt des chinesischen Konzeptkünstlers Ai Weiwei „Hoher Dachstein" - ein rund vier Tonnen schwerer Fels aus Sichuan reist per Container-Schiff, LKW und Helikopter von seinem Ursprungsgebiet auf den höchsten Berg der beiden österreichischen Bundesländer Steiermark und Oberösterreichs - Debatten ausgelöst. Nun stellt sich Ai einem „öffentlichen Interview" und wird genau 100 Fragen zu seinem Projekt beantworten. Per E-mail und Telefon können alle Interessierten Frage stellen.

Blogs und Social Media sind für Ai Weiwei wichtige Instrumente - über Twitter kommuniziert er täglich mit der gesamten Welt. „Öffentlich" zu sein, ist für den chinesischen Konzeptkünstler ein Prinzip. Die Form, die er nun wählt, um einen Dialog über das Projekt zu führen, ist aber dennoch ungewöhnlich. Nicht (nur) ExpertInnen oder MedienvertreterInnen, sondern alle Interessierten können rund zwei Wochen lang ihre Fragen formulieren. Möglich ist das per E-mail an dachstein@regionale10.at oder telefonisch unter +43 (0)676 848 119 119 (täglich von 10 bis 18 Uhr) - bis einschließlich Freitag, 25. Juni 2010.

Der Felsbrocken, der im Mittelpunkt dieses Projekts des steirischen Festivals für zeitgenössische Kunst und Alltagskultur, regionale10, steht, wurde im Mai mit einem Container-Schiff von Peking nach Europa transportiert. Am kommenden Montag soll er von Rotterdam kommend mit einem LKW von DB Schenker in der Ramsau am Fuß des Dachsteinmassivs eintreffen. Am 23. Juni wird er mit einem Helikopter des Schweizer Unternehmen Heliswiss an seinen endgültigen Bestimmungsort, den 2995 Meter hohen Gipfel des Dachsteins, gebracht. Bis dahin werden auch die 100 Fragen an Ai Weiwei übermittelt.

Die Antworten wird es dann am 11. Juli geben. Um 11 Uhr findet an diesem Sonntag (der übrigens auch der Finaltag der Fußball-WM ist) in der Bergstation der Dachstein Gletscherbahn die Projektpräsentation statt - alle Fragen und Antworten sind dann auch auf der Website www.regionale10.at zu finden.

Der 1957 geborene Ai Weiwei stammt aus einer Intellektuellen-Familie, sein Vater war ein bekannter Autor, der mehrfach aus politischen Gründen in Haft war. Ai Weiwei gilt als führender Vertreter der Gegenwartskunst in seinem Land und als scharfer Kritiker des politischen System in China. Das Projekt „Hoher Dachstein" hat auch einen Bezug zu seinem Engagement für die Opfer des Sichuan-Erdbebens 2008. Darüber hinaus ist es aber, wie der künstlerische Leiter der regionale10, Dietmar Seiler sagt, „eine Illustration der globalisierten Mobilität". Und das Projekt thematisiert das Spannungsverhältnis zwischen den Möglichkeiten des Menschen und der Größe der Natur. Denn auch, wenn der Fels vier Tonnen wiegt, wird er am Gipfel des Dachsteinmassivs bald kaum mehr von seiner Umgebung zu unterscheiden sein - er wird sozusagen wieder verschwinden.

Projekte, die die Distanzen zwischen den Kontinenten überbrücken, sind für Ai Weiwei typisch. Eine der weltweit populärsten Skulpturen, die „Kleine Meerjungfrau" von Kopenhagen, ist Ende April auf dem Expo-Gelände in Shanghai enthüllt worden. Ihren Platz in der dänischen Hauptstadt nimmt während dessen eine Installation von Ai Weiwei ein.
 
Medienkontakt
Martin Novak
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Fragen Sie ihn! Der chinesische Künstler Ai Weiwei gibt 100 Antworten zu seinem Projekt „Hoher Dachstein“ im Rahmen des steirischen Festivals. © Ai Weiwei
Fragen Sie ihn! Der chinesische Künstler Ai Weiwei gibt 100 Antworten zu seinem Projekt „Hoher Dachstein“ im Rahmen des steirischen Festivals.© Ai Weiwei Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Fragen Sie ihn! Der chinesische Künstler Ai Weiwei gibt 100 Antworten zu seinem Projekt „Hoher Dachstein“ im Rahmen des steirischen Festivals.
Am Anfang seiner Reise: Der Stein wurde vor einigen Wochen in Sichuan verladen. © Ai Weiwei
Am Anfang seiner Reise: Der Stein wurde vor einigen Wochen in Sichuan verladen.© Ai Weiwei Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Am Anfang seiner Reise: Der Stein wurde vor einigen Wochen in Sichuan verladen.
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