Ein Projekt im Rahmen der regionale10 macht die Bedrohung des Menschen durch Naturgewalten in der Gemeinde Gaishorn im Paltental sichtbar. Die Künstlergruppe sattler-glockner präsentiert am kommenden Samstag, dem 24. Juli, ab 19 Uhr ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema.
Seit Generationen sind die Menschen in Gaishorn von Gebirgsbächen und Sturzfluten aus den Seitentälern bedroht. Daran hat sich erst in jüngster Zeit etwas geändert, nachdem ein so genanntes Geschiebedosierbauwerk errichtet worden ist, das die Bevölkerung vor Überschwemmungen durch den Flitzenbach schützen soll. Damit soll eine Gefahr dauerhaft gebannt sein, die noch im letzten Sommer sehr unmittelbar war – eine Evakuierung aus der „roten“ Zone. Zusätzliche Aktualität erfährt das Projekt durch die schweren Unwetter der vergangenen Tage, die in anderen Regionen des Bezirkes Liezen massive Schäden verursacht haben.
Präsentiert wird die künstlerische Auseinandersetzung mit Naturgefahren und –gewalten im Rahmen des Projektes Station 0 am kommenden Samstag, dem 24. Juli, ab 19 Uhr: Da der zweite Wildbach mitten durch Gaishorn weiterhin praktisch unverbaut und eine Sturzflut möglich ist, nimmt die Künstlergruppe sattler-glockner genau dieses Szenario zum Anlass für eine Installation, die die Schönheit und Bedrohlichkeit der Natur illustriert und mit Skulpturen verdeutlicht.
Die Künstlergruppe sattler-glockner besteht aus dem Station 0-Projektleiter Manfred Stocker, der in Gaishorn aufgewachsen ist, seinem Partner, dem Künstler und Familiemacher Robert Gruber, sowie der Architektin Marlies Christöfl, die aus Treglwang stammt. Unterstützt wird das Projekt vom kunstsinnigen Gaishorner Bürgermeister Karl Pusterhofer.
Eröffnet wird diese Installation am 24. Juli ab 19 Uhr im Ortskern von Gaishorn, zu sehen ist sie bis zum Finale der regionale10 am 14. August.



